Segnend helfen Österreich.

Geschrieben von Elisabeth Obermayer


„Willkommen bei Segnend Helfen! Es ist so gut, dir zu begegnen. Schön, dass du hier dabei bist. Gnade und Friede seien mit dir!“

Freundliche Augen schauen dich an, eine Hand wird dir gereicht. Der Klang der Stimme umgibt dich wie ein schützender Mantel und die Worte machen sich auf den Weg in dein Herz.

So habe ich „Segnend Helfen“ kennen gelernt. Segnen heißt lateinisch „benedicere“ – Gutes sagen. Viele wahre, heilende und ermutigende Worte durfte ich neu hören. Dazu kam, dass beim Gesegnet werden Gottes Wirken physisch spürbar wurde. Das ging tief und veränderte mich.

„Segnend Helfen“ wurde von +Téo van der Weele in der seelsorglichen Praxis mit traumatisierten Menschen entwickelt und baut auf dem Wort Gottes auf. Es ist ein Tun in anbetender Haltung und ein Werkzeug, das bewusst und nüchtern eingesetzt wird. Man kann es lernen und einüben. Segnen ist anders als die vertraute Fürbitte, die eintritt für Menschen und Anliegen mit dem Blick auf Gott hin. Segnen ist ein Sprechen von Gott her. Der Segen kommt von ihm. Das verändert nicht nur die Richtung, sondern verlangt mehrfaches Hinhören.

Zu Beginn des Segnungsdienstes horchen wir, mit welchem Namen wir Gott ansprechen möchten, z.B. Heiland, Vater, Jesus, Licht, Leben… 
Der Gottesname eröffnet einen sicheren Zugang zur Person, die Segen erbittet, und dieser wird im Gebet genannt. Wir fragen nach Anliegen und hören zu: Was wird gesagt, wie wird es gesagt, was wird nicht gesagt? Auch die Körpersprache erzählt manches. Deshalb halten wir beim aktiven Segnen die Augen offen.

Wir bitten Gott in die Situation dieses Menschen zu kommen. In Stille warten wir, dass Gott uns in den Gedanken, im Herzen oder durch körperliche Signale zeigt, was angesprochen werden kann. Wenn wir sicher sind, sprechen wir, gleichsam im Namen Gottes, zum Menschen. „Ich segne dich im Namen deines Gottes, der dein Heiland, Vater, Licht, Leben… ist. Gnade und Friede sei mit dir. …. Ich segne deine Geschichte, dein Erleben,…“ - Wenn wir nichts hören, sagen wir nichts. Der Segen Gottes wirkt auch ohne unsere Worte. Oft spricht Gott in der Stille selber zur Person und wir hören später, welche wunderbaren Dinge dabei geschehen sind.

Es ist eine Schule des Hörens, die uns und die ganze Umgebung verändern kann. Ein Ohr bei Gott und das andere beim Menschen – so stehen wir beim Segnen als aufmerksame Mittler seiner gütigen Worte und seiner Kraft oder als stille Brücke seiner Gnade dazwischen und dürfen staunend erleben, was Gott, der Lebendige, tut.
Auch heute noch!

Halleluja!

Informationsfolder für den nächsten Aufbaukurs im Okt. 2013 /Jän. 2014 sind erhältlich bei:
M: ce.wien@aon.at
T: 0650 - 312 38 08